Ensemble

Foto: Bo Hoffstrøm Slettjord

Über das Ensemble

Die Kammerakademie Oslo spielt Kammermusik für Bläser mit der historischen Harmoniebesetzung als Kernbesetzung, und der Solo-Oboist der Osloer Philharmoniker David Friedemann Strunck ist ihr Initiator und künstlerischer Leiter. Das Ensemble hat sich im Laufe seiner kurzen Lebenszeit zu einem der führenden in Europa etabliert, mit von Kritikern glänzend besprochenen CD Einspielungen und Einladungen und Wiedereinladungen zu international anerkannten Festivals wie dem Rheingau Musikfestival, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Glogerfestspielen in Kongsberg, dem «Summerwinds» Holzbläserfestival Münsterland, dem Fartein Valen Festival, dem Trondheim Kammermusik Festival, dem Stavanger Kammermusikfestival, der Valdres Sommesymfoni u.a.

 

Die Kammerakademie Oslo benutzt historische Blechblasinstrumente bei barockem, klassischem und romantischem Repertoire. Dies prägt den authentischen Klang des Ensembles und die historisch orientierte Aufführungspraxis. 

Seit seinem Debut im Jahr 2009 verfolgt das Ensemble das Ziel, den gesamten Umfang des Repertoires für Harmoniemusikensemble zu spielen – von den Anfängen in Wien in den 1780er Jahren bis zur Musik unserer Zeit. Das Ensemble hat die Werke Die letzten Tage des Sultans Selim III.  von Mert Karabey 2011, the first beauty von Magnar Åm 2012, Retour á la Nature von Ketil Hvoslef 2015, G8 von Trygve Brøske 2016, The Silk Road von Gisle Kverndokk 2017 und Westward bound von Morten Gaathaug 2019 uraufgeführt.

 

Die Kammerakademie Oslo spielt regelmäßig Konzerte in der norwegischen Oper in Oslo. Im Jahr 2019 feierte das Ensemble sein 10-jähriges Jubiläum mit einer Tournee nach Deutschland und einem gebührenden Festkonzert. 2019 konnte das Ensemble auch ein eigenes Festival in Ski/Akershus etablieren: SKI GARTENFESTIVAL – klassische Musik im Grünen.

 

Harmoniemusik

HARMONIEMUSIK war die beliebteste Kammermusikbesetzung für Bläser in der Klassik und der frühen Romantik. Die Harmoniebesetzung war eine der Vorläufer der Blaskapellen und der symphonischen Blasorchester. Sowohl bekannte als auch weniger bekannte Komponisten haben für Harmoniebesetzung geschrieben. Diese Ensembles spielten Serenaden und Divertimenti und unterhielten das Publikum am Hof und zu festlichen Gelegenheiten. Bekannte Orchesterwerke und Opern wurde zu zahlreichen Gelegenheiten für Harmonieensemble instrumentiert, und konnten so einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden. Komponisten haben in einigen Fällen auch eigene Werke selbst arrangiert.

 

Die klassischen Ideale rund um den Begriff Harmonie wurde in vielfältiger Form in Kunst und Architektur ausgedrückt. Von Musikern wurden harmonische Gesellschaften und philharmonische Orchester gegründet, Namen die die Bedeutung des harmonischen Zusammenklangs unterstreicht. Die Kunst der Harmonie sollte die Menschen inspirieren.

 

Die historische Besetzung besteht aus 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotten, 2 Hörnern und Kontrabass oder Kontrafagott. Mit der Zeit haben die Komponisten die Besetzung mit Flöte, mehreren Hörnern, Trompete und mehren Streichinstrumenten variiert.

 

Die Musiker

David Friedemann Strunck

Künstlerischer Leiter / Oboe

DAVID FRIEDEMANN STRUNCK ist Solo-Oboist des Oslo Philharmonischen Orchesters. Davor hatte er eine entsprechende Position bei den Bochumer Symphonikern inne. Er studierte an den Musikhochschulen in Detmold und Stuttgart bei Gernot Schmalfuß und Ingo Goritzki, er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Richard - Dörken Stiftung und er erhielt den GWK-Förderpreis. Darüber hinaus wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet, und er ist regelmäßig Solist mit den Osloer Philharmonikern und anderen Orchestern. Er ist Professor am Barratt Due Musikinstitut in Oslo.

Foto: BLUNDERBUSS / Anna-Julia Granberg

Annaleena Jämsä

Flöte

Annaleena Jämsä ist Soloflötistin der Tamperer Philharmoniker in Finnland und unterrichtet an der Musikhochschule in der gleichen Stadt. Sie hatte davor Solopositionen bei der Oulu Sinfonia, der Kymi Sinfonietta, den Osloer Philharmonikern und dem Orchester der Norwegischen Oper inne, und ist mit zahlreichen Orchestern in Finnland, Norwegen und Schweden aufgetreten. Annaleena Jämsä hat bei Ilpo Mansnerus an der Sibelius Akademie in Helsinki studiert. Sie hat den 1. Preis beim Nationalen Wettbewerb für Holzbläser in Lahti 2003 gewonnen. Jämsä ist eine aktive Kammermusikerin und ist als Solistin u.a. mit der Oulu Sinfonia, dem Kemi Orchester, den St. Michel Strings, dem Musikkorps der Finnischen Garde und den Tamperer Philharmonikern aufgetreten.

Pierre Xhonneux

Klarinette

PIERRE XHONNEUX stammt aus einer musikalischen Familie aus einer Region in Belgien mit einer starken Tradition für Blasorchester. Er studierte Musik in Narum (Belgien) und in Paris bei Nicolas Baldeyrou. Er hat ein weitgefächertes Repertoire und spielt gerne in unterschiedlichen Ensembles und Konstellationen. Im Jahr 2009 gewann er die Position als Es Klarinettist beim Königlichen Philharmonischen Orchester in Liège (Belgien). Seit 2015 ist er Es Klarinettist bei den Osloer Philharmonikern und unterrichtet Klarinette am Barratt Due Musikinstitut in Oslo.

Foto: BLUNDERBUSS / Anna-Julia Granberg

Catherine Berg

Klarinette

Catherine Berg ist seit 1996 Klarinettistin der Königlichen Bläserphilharmonie in Oslo. Sie tritt regelmäßig mit den größten Orchestern Norwegens auf und ist eine gefragte Kammermusikerin. Sie unterrichtet an Barratt Dues Musikinstitut.

Catherine Berg hat ihre Ausbildung in Frankreich erhalten, wo sie bei Richard Vieille am Conservatoire National de Region de Paris studierte. Die ersten fünf Jahre nach ihrem Studium arbeitete sie als freischaffende Musikerin und Pädagogin in Paris, während sie weiterhin von den führenden Klarinettisten Alain Damiens vom Ensemble Intercontemporain, Michel Arrignon von der Pariser Oper und Pasqual Moragues vom Orchestre de Paris Unterricht erhielt. Nach mehrjähriger Erfahrung als Musikerin und Pädagogin ließ sich Catherine Berg parallel zur Gestalttherapeutin am Norwegischen Gestaltinstitut ausbilden.

Steinar Granmo Nilsen

Horn

STEINAR GRANMO NILSEN ist Professor für Horn und Naturhorn an der Norwegischen Musikhochschule in Oslo und Hornist des Norwegischen Bläserensembles in Halden. Er stammt aus Trondheim und begann sein Studium am Trøndelag Musikkonservatorium bei Stein Villanger. Danach zog er nach Deutschland und vollendete sein Orchesterdiplom an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg bei Ifor James (Ventilhorn) und Renée Allen (Naturhorn). Er beendete sein Studium mit Hauptfach Kammermusik bei Frøydis Ree Wekre an der Norwegischen Musikhochschule.

 

Foto: BLUNDERBUSS / Anna-Julia Granberg

Niklas Sebastian Grenvik

Horn

Niklas Sebastian Grenvik ist freischaffender Hornist mit Basis in Oslo. Er hat einen Bachelor- (2014) und einen Mastergrad (2017) von der Norwegischen Musikhochschule. Inbegriffen war ein Austausch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz im Jahr 2014. Seine Hornlehrer waren u.a. Frøydis Ree Wekre, Julius Pranevicius, Steinar Granmo Nilsen und Raimond Zell. Er ist ein aktiver Orchestermusiker, Kammermusiker und ist aktiv in der zeitgenössischen Musikszene. Zusätzlich zum modernen Horn spielt er historische Horn – mit und ohne Ventile. Niklas Grenvik ist Initiator mehrerer Projekte und hat zusammen mit mehreren zwei Orchester gegründet, Nordic Harmony und Timani Kammerorchester, sowie ein neues Festival etabliert, Akerselva Kammermusikfestival. Er ist außerdem Lehrer für Timani, einer Technik die das Zusammenspiel von Körper und Musik optimiert.

Alessandro Caprotti

Fagott

ALESSANDRO CAPROTTI ist seit 2009 Solo-Fagottist des Norwegischen Rundfunkorchesters und seit 2019 Professor an der Norwegischen Musikhochschule in Oslo. Er unterrichtet außerdem am Barratt Due Musikinstitut. Er studierte zuerst bei Oscar Meana in Milano und anschließend in Lyon bei Carlo Colombo. Er hat mit mehreren der angesehensten Orchester Europas gespielt, und als Kammermusiker ist er regelmäßig Gast beim Risør Kammermusikfestival, beim Gloppen Musikfestival, beim Stavanger Kammermusikfestival und in der Kammermusikserie des Norwegischen Radioorchesters.

 

Foto: BLUNDERBUSS / Anna-Julia Granberg

Jon Halvor Lund

Fagott

Jon Halvor Lund ist stellvertretender Solofagottist im Orchester der Norwegischen Oper und unterrichtet Fagott am Musikkonservatorium der Arktischen Universität in Tromsø. Bevor er 2014 an die Oper kam war er für 10 Jahre Solofagottist des Kristiansand Symphonieorchesters. Er hat auch als stellvertretender Solofagottist im Symphonieorchester Barcelona in Spanien gespielt und hatte einen Zeitvertrag bei den Osloer Philharmonikern. Jon Halvor Lund hat an der Norwegischen Musikhochschule und an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Torleiv Nedberg, Eirik Birkeland und Dag Jensen studiert. Er ist außerdem Mitbegründer und Vorsitzender von DOR – Norwegische Doppelrohr Gesellschaft – einer neugegründeten Organisation für Oboisten und Fagottisten.

Cécile-Laure Kouassi

Kontrabass

Die französische Kontrabassistin Cécile-Laure Kouassi hat an der Juilliard School und der Rice University in den USA studiert. Sie ist seit 2016 bei den Osloer Philharmonikern Stimmführerin Kontrabass. Als Stimmführerin und Solobassistin spielte sie mit dem Ensemble Les Dissonances und bei der Königlichen Kapelle Kopenhagen. Cécile-Laure Kouassi hat an zahlreichen Festivals teilgenommen, u.a. in Verbier, Aspen, Stavanger und hat in Valdres unterrichtet und gespielt. Sie spielt außerdem regelmäßig Projekte an dem Centre de Musique de Chambre in Paris. Cécile-Laure Kouassi studierte Pädagogik bei Virginia Dixon am Hinton Bass Institute (2018).

 

Boris Fatulaev

Oboe

Boris Fatulev stammt aus St. Peterburg und ist Oboist des Norwegischen Bläserensembles in Halden. Er hat bei David Friedemann Strunck am Barratt Due Musikinstitut in Oslo und bei François Leleux an der Musikhochschule München studiert. Er ist vielfach als Solist in Russland und Norwegen aufgetreten und wurde mit mehreren Preisen für sein Spiel ausgezeichnet.

Das Ensemble arbeitet außerdem regelmäßig mit Cathrine Nyheim (Pauke/Schlagzeug), Randi Krogvold Lundqvist (Flöte), Leann Currie (Fagott), Sabine Randoll (Horn), Ingrid Meidell Noodt (Klarinette), Kristin Haagensen (Saxophon), Trond Magne Brekka (Flöte) und Danijel Petrovich (Kontrabass) zusammen.

 

Arrangeur

TROND OLAF LARSEN ist seit den Anfängen des Ensembles ihr fester Arrangeur, und seine Arrangements wurden von der Kammerakademie Oslo und anderen Ensembles in Konzertserien und bei Festivals aufgeführt, wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den «Summerwinds» Münsterland, den Glogerfestspielen, dem Fartein Valen Festival, dem Trondheim Kammermusikfestival, dem Oslo Griegfestival und der Maimusik Heilbronn, und sind von den Labels LAWOclassics und 2L eingespielt worden. Seine Arrangements und Urtextausgaben von norwegischen Werken für Bläser sind bei der Edition Eufemia herausgegeben.  

Foto: BLUNDERBUSS / Anna-Julia Granberg

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